mycrotom

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Artikelnummer: 20211211 Kategorie:

Beschreibung

Alles, was der in Augsburg lebende ItaloKanadier Tom Simonetti a.k.a. mycrotom in seiner seit mehr als 20 Jahren andauernden musikalischen Schaffensphase anpackt, ist irgendwie ungewöhnlich. Im positivsten aller Sinne. Angefangen mit seinem Wirken in Medien-Bildung-Improvisationsprojekten und Bands wie Das Hobos, H oder Rhytm Police, seinen App-fokussierten Workshops für Musikproduktion bis hin zu seinem Faible dafür, die Geschwindigkeit einiger Platten von 45 rpm auf 33 rpm zu drosseln.
Nicht zu vergessen natürlich das von Simonetti einst mitbegründetete Mongkong Musiknetzwerk, dessen langjähriges Wuchern und Wachsen sich als Homage und Huldigung in der Katalognummer des Albums wiederfindet – mkng-01.

RATORATIYO.
Das Begriff – in seiner Originalform als „RA-TO RA-TI YO“ – stammt aus der Sprache der Mohawk und bedeutet „the great hunter“ / „der grosse Jäger“. Eine Bezeichnung, die ein im Goldenhorseshore lebender Mohawk Native einst für Simonetti verwendete, ohne zu ahnen, wie passend und zutreffend dieser Name für das musikalische Schaffen des Künstlers tatsächlich ist. Denn mycrotom ist ein großer Jäger. Immer auf der Jagd nach Details und Veränderung. Nach Polyrhythmen und kleinen (mycro)Melodien, nach entscheidenden Wechseln im Basslauf, nach dem Neuen und Anderen, ohne dabei die vorher über
Jahre und Jahrzehnte gesammelten musikalischen Einflüsse aus den Augen zu verlieren.
So ist RATORATIYO Tanz- und Listening-Album zugleich. Tanz – obwohl zumindest ein Teil der auf dem Album enthaltenen Stücke vom grundsätzlich eher DJ-unfreundlichen 5/4-Takt inspiriert sind. Und weil… ja, weil das im Endeffekt gar nicht auffällt. Vielmehr swingt und grooved es an allen Ecken und Enden, lugt hier ein Einfluss von Elektro ums Eck, während an anderer Stelle IDM beweist, dass sogenannte „intelligent dance music“ halt doch für Bewegungsdrang sorgen kann. Und natürlich schaut auch das UK-zentrierte „hardcore continuum“ vorbei, und besorgt mit tiefen Frequenzen und seinen vor allem mit dem Präfix „Post-“ versehenen Derivaten, wie Post-Garage x Post-Dubstep x Post-Whatever für eine gewisse Form für Club- und Tanzflächentauglichkeit, die in sich wieder ganz einzigartig und vor allem mycrotom ist.

Gefödert von:

Gefördert durch die Initiative Musik GmbH zur Erhalt und Stärkung der Musikinfrastruktur in Deutschland.